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Bassem Hawar

Bassem Hawar studierte am Konservatorium in Bagdad irakische und orientalische Musik mit Hauptfach Djoze. An der Universität studierte er außerdem Geige und Musikwissenschaft.
Mehrere Jahre lang unterrichtete er am Konservatorium und an der Musikschule in Bagdad Djoze, Geige und Musiktheorie. Er spielte in verschiedenen, dem Kulturministerium unterstellten Formationen, wie Al Bayariq, Al Nahar al jadid, Babel und dem staatlichen Sinfonieorchester. Zusammen mit seinem Bruder Saad Mahmood gründete er die Gruppe Melodic.
Bassem baut seine Instrumente selbst. Er entwickelte die Djoze weiter, so dass sie alle Formen arabischer und europäischer Musik spielen kann und nicht auf ihren traditionellen Bereich, den irakischen Maqam begrenzt bleibt.
Nach seinem Entwurf werden heute Instrumente als „Bassems Djoze“ gebaut.
Bassem lebt seit 2000 in Deutschland und hat sich in der freien Musikszene etabliert. Sein erstes Projekt in Europa war die Zusammenarbeit mit der niederländischen Jazzformation Yuri Honing Trio.
Er ist Mitbegründer der Ensembles Lagash, Ahoar und Sidare, mit denen er in zahlreichen europäischen und einigen asiatischen Ländern konzertierte.
Ahoar gewann 2006 den 1. Preis beim Landeswettbewerb Creole NRW und im folgenden Jahr den Bundeswettbewerb des Weltmusikpreises.
Bassem spielt aktuell in zahlreichen Gruppen unterschiedlichster Musikrichtungen von klassisch irakischem Maqam (Duo Melodic, Mesopotamiens) über europäische mittelalterliche Musik (Sanstierce, La Beltatz) bis hin zu Flamenco (Trio Ziryab), neuer Musik und experimentellem Jazz (Crossover Bagdad Köln).
Auch bei solistischen Auftritten in verschiedenen Projektensembles kann man seine Virtuosität bewundern.

bassemhawar.com

Reza Samani

Reza Samani wurde 1977 im Iran geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren lernte er von seinem Bruder, Behnam Samani, die Grundlagen für das Spiel der Trommeln Tombak und Daf, als Zwölfjähriger nahm er zusätzlich Unterricht bei renommierten iranischen Meistern wie Khodadad Gholami, Ruzali Nurbakhsh und Mahmud Sharifi. 

Neben der Perkussion gilt sein Interesse den Blasinstrumenten wie Sorna, Karna und Neyanban. 

Mit namhaften Musikern wie Rahmatollah Badii, Hossein Alizadeh, Keyhan Kalhor, Alireza Ghorbani, Salar Aghili und Konstantin Wecker arbeitete Reza Samani bei internationalen musikalischen Projekten. Zahlreiche Konzertreisen brachten ihn als Solokünstler sowie auch als Mitglied der Ensembles ZARBANG und SAMANI in die USA, nach Kanada, Asien, Afrika und in verschiedene Länder Europas und er war Gast renommierter Musikfestivals, wie zum Beispiel bei den Villas de Verano in Madrid, der Ruhr-Triennale, dem Silkroad-Festival (Hongkong) oder den Sounds of Arabia (Abu Dhabi). Reza Samani spielte mit dem Symphonieorchester des norwegischen Radios und Fernsehens (NRK). SWR, WDR und BR und weitere internationale Sender luden ihn zu Produktionen ein.

 

www.rezasamani.com

Kioomars Musayyebi

Kioomars Musayyebi wurde im Jahr 1977 in Teheran geboren. Er lernte bei dem bedeutenden Santurmeister Faramarz Payevar. Vom Filmkomponisten Farhad Fakhredini wurde er in Musiktheorie und Komposition unterrichtet. 2010 erlangte er den Bachelorgrad im Fach Instrumental Musik an der Teheran University of Art.

Viele Jahre lang war er als Santurspieler und Komponist in mehreren iranischen Musikgruppen tätig,konzertierte im Iran und im Ausland, unter anderem beim Fadjr Festival in Teheran in den Jahren 1992, 1994 und 1995.

Von 2001 bis 2008 begleitete er zwei Theatergruppen live in der Vahdat-Halle in Teheran. Er produzierte die Musik für zwei Filme, einen Werbefilm sowie für eine Reihe multimedialer Kindergeschichten auf DVD. Gleichzeitig arbeitete er sowohl in seinem eigenen Tonstudio als auch in drei anderen Studios als Tontechniker und Produzent.

Mit 18 Jahren hatte er bereits angefangen, Santur an diversen Musikschulen in Teheran zu unterrichten. Im Jahr 2007 wurden sechs CDs von ihm für den Santurunterricht produziert. Im Jahr 2008 gründete er eine eigene Musikschule in Teheran, die „Avay-e-Shahrzad“.

Seit 2011 unterrichtet, komponiert und spielt er in Deutschland –  in verschiedenen internationalen Gruppen mit Musikern aus Europa, Indien, Afrika und Ostasien. In den vergangenen Jahren wurde er zu mehreren Festivals eingeladen unter anderem: Fusion, Folk’n’Fusion, Hildesheimer Wallungen, Musica Sacra International, Essen.Original und Dastgah.

Seit 2013 ist er festes Ensemblemitglied beim Transorient Orchestra, der aktuell 12-köpfigen Weltmusik-Bigband aus dem Ruhrgebiet. 2015 gründete er seine eigene Band, das Kioomars Musayyebi Quartett.

Von 2013 bis 2015 absolvierte er an der Universität Hildesheim sein Masterstudium im Fach „Musik.Welt – kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“.Zeitgleich arbeitete er als freier Dozent für Santur am Center for  World Music (CWM) – Stiftung Universität Hildesheim.

http://kioomars-musayyebi.com

Hesen Kanjo

Qanun spielen ist für Hesen Kanjo nicht einfach nur Leidenschaft. Es ist seine Profession.

Er gilt als Perfektionist und hat sich mit der Zeit eine ganz individuelle Spielweise, die er selbst als „Kanjostil“ bezeichnet, angeeignet. Die gängige Spielweise mit zwei Fingern hat er so ausgebaut, dass er jetzt mit allen zehn Fingern zupft. Dies ermöglicht ihm ein temporeiches Spiel sowie eine größere künstlerische Freiheit. In seinen Eigenkompositionen wird dies besonders deutlich.

Der kurdische Qanunspieler wurde am 31. Mai 1974 in Aleppo (Syrien) geboren. Im Alter von 11 Jahren nahm er Akkordeon- und später Saz-Unterricht. 1987 bestand er die Aufnahmeprüfung am Arabischen Musikinstitut in Aleppo. Bei Bessill Mallah lernte er die Kunst des Qanun-Spiels. Bereits in den Jahren des Unterrichts arbeitete Hesen Kanjo an der Weiterentwicklung der traditionellen Qanun-Spielweise. Die Abschlussprüfung im Jahr 1993 bestand er mit Auszeichnung.

1996 wanderte der Musiker nach Deutschland aus und konnte hier sein musikalisches Spektrum erweitern. So sind durchaus westliche Einflüsse in seinen Kompositionen zu hören.

Hesen Kanjo tritt nicht ausschließlich als Solist in Erscheinung, wobei hier sein Schwerpunkt liegt. Zahlreiche Konzerte mit kurdischen Künstlern und Auftritte in bekannten Konzerthäusern sowie im Fernsehen gehören zu seinen Referenzen. Musikalisch bewegt sich der Musiker überwiegend in der orientalischen klassischen Musik. Künstler wie Jemil Beshir, Abdel Fatah Minsi und Muhemed Atiya haben ihn auf seinem Weg musikalisch beeinflusst.

Sein bevorzugtes Instrument aus seiner Qanunsammlung wurde speziell für seine eigene Spielweise (Kanjostil) angefertigt und bedeutet ihm sehr viel.

http://www.hesenkanjo.de/biografie

Rageed William

Der irakische Musiker und Toningenieur spielt Nay & Duduk (Orientalische & armenische Flöten). Er studierte orientalische Musik am Institut für Musikwissenschaft in Bagdad bei den wichtigsten Lehren des Irak. In Deutschland studierte er Audiotechnik.

Er spielt zwei der ältesten Musikinstrumente, die Nay (Orientalische Flöte) und das Duduk (Armenisches doppelrohrblatt Holzblasinstrument), Keyboard und arrangiert Musik. Rageed ist Mitglied der Cairo Steps Band.

Er ist in Deutschland und dem Mittleren Osten mit verschiedenen Sinfonieorchestern und an Opern aufgetreten wie z.B. Philharmonie Berlin, Elb Philharmonie Hamburg, Opera Frankfurt, Opera Cairo, Alexandria und Damanhour in Egypt, WDR Chor unter Maestro Robert Huber, Kurhaus - Wiesbaden, Kulturpalast - Dresden, University of the Arts - UDK Berlin, Beethoven Kammermusiksaal - Bonn, Telekom Forum - Bonn, Culture and Congress Centre Liederhalle in Stuttgart, Axica convention center in Berlin, Arena in Nuremberg, Deutsche Botschaft in Kairo.

Rageed hat an mehreren Festivals wie Rheingau Musik Festival, der Maranatha Konferenz in Illinois & Michigan - USA, Eröffnung Zitadelle Festival für Musik und Gesang - Ägypten, Odyssee. 16 - Musiktheaterprojekt - Deutschland, Ex Oriente Vox (Voice of the Orient), Eucharistischer Kongress - Deutschland, 35. Deutscher evangelischer Kirchentag, Arab Music Festival - Silver Jubilee - Kairo, Ex Oriente Vox (Voice of the Orient), 13. Internationales Festival Stummfilm und Live-Musik teilgenommen.

Er spielte in verschiedenen musikalischen Besetzungen und Ensembles mit Quadro nuevo, Tübinger Ärzteorchester, im Auftrag von Dr. med. Norbert Kirchmann, Der Philharmonia Chor Reutlingen dirigiert von Maestro Martin Künstner, Duo William, Matthias Frey, dem David Orlowsky Trio, Trimum, WDR Chor, La Finesse, Ali Al-Hajar, Mohamed Monir und Souad Massi.

 

http://www.rageedwilliam.com

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